Funino hat sich durch die DFB-Reform im Kinder- und Jugendfußball als wichtige Spielform für die jüngsten Altersklassen etabliert. Statt 7-gegen-7 auf großen Toren spielen Kinder 3-gegen-3 ohne Torwart — auf vier Mini-Toren. Das Konzept stammt vom Sportpädagogen Horst Wein und wird vom DFB empfohlen. Wir erklären, welche Tore du dafür brauchst und worauf du beim Kauf achten solltest.
Was ist Funino?
Funino ist ein Spielformat für Kinder im Grundschulalter, das zwei Dinge in den Vordergrund stellt: viele Ballkontakte und eigene Entscheidungen. Im 3-gegen-3 ohne Torwart bekommt jedes Kind deutlich mehr Ballaktionen als in klassischen Spielformen mit größerer Mannschaftsstärke. Statt sich auf eine feste Position zu konzentrieren, müssen die Spieler ständig zwischen Angriff und Verteidigung wechseln.
Auf jeder Grundlinie stehen zwei kleine Tore nebeneinander. Der Spieler muss in der Spielsituation entscheiden, welches der beiden Tore besser zum Schuss geeignet ist — links oder rechts, kurzer oder weiter Weg. Das schult Übersicht und Entscheidungsverhalten, die im klassischen Kinderfußball oft zu kurz kommen.
In immer mehr Landesverbänden ist Funino mittlerweile die offizielle Spielform für die G- und F-Jugend. Die genaue Umsetzung variiert je nach Verband, das Grundkonzept bleibt aber überall gleich.
Funino-Tor: Welche Maße sind richtig?
Der DFB schreibt für Funino keine exakte Tor-Größe vor. In der Praxis siehst du auf den Plätzen eine Bandbreite von ca. 1,20 × 0,80 m bis hin zu 1,80 × 1,20 m für ältere Kinder. Eine kompakte Übersicht:
| Größe (B × H) | Häufig genutzt für | Anmerkung |
|---|---|---|
| 1,20 × 0,80 m | G- und F-Jugend | Kompakt, gängiges Funino-Format |
| 1,50 × 1,00 m | F-Jugend | Etwas mehr Volumen, beliebt im Training |
| 1,80 × 1,20 m | E-Jugend und ältere Kinder | Größere Variante |
Faustregel: Alle vier Tore auf dem Funino-Feld müssen die gleiche Größe haben. Mischen geht schief — die Spieler entwickeln dann eine Vorliebe für „leichtere" Tore, was den Trainingseffekt verzerrt.
Eine vollständige Übersicht aller Tor-Größen findest du in unserer Größen-Übersicht.
Welches Material für Funino-Tore?
Funino-Tore werden im Training oft mehrmals pro Woche bewegt — sie stehen selten dauerhaft am gleichen Platz. Das stellt drei Anforderungen ans Material: leicht, schnell aufgebaut und robust. Drei Materialklassen stehen zur Wahl:
Aluminium (vollverschweißt)
Die langlebigste Wahl. Ein vollverschweißtes Alu-Minitor ist leicht (oft unter 10 kg), rostfrei und übersteht jahrelangen Trainingsbetrieb. TÜV-geprüfte Modelle haben keine scharfen Kanten und können auch im Vereinsspielbetrieb eingesetzt werden. Höhere Anschaffungskosten, dafür sehr langlebig.
Aluminium (Steckverbindung) / Fiberglas
Tore wie das QuickPlay Kickster werden gesteckt und in einer Tragetasche transportiert. Aufbau in unter 2 Minuten. Etwas weniger stabil als vollverschweißte Modelle, dafür kompakter im Transport. Beliebt bei mobilen Trainern und Schulen.
Kunststoff / Pop-up
Pop-up-Tore sind die günstigste Variante. Für gelegentliches Funino-Training oder den Garten reichen sie aus. Im regelmäßigen Vereinsbetrieb verschleißen sie deutlich schneller — wir empfehlen sie eher für den privaten Bereich.
Einen detaillierten Vergleich der Materialien findest du im Material-Vergleich.
Unsere Empfehlungen für Funino-Tore
Für den Funino-Einsatz haben sich zwei Modelle besonders bewährt — eines für den dauerhaften Vereinseinsatz, eines als flexible Steck-Variante:
Premium: Verein & Schule
Alu Minitor Lightweight 1,20 x 0,80 m – unter 10 kg
Preis-Leistung: Training & Garten
QuickPlay Kickster Elite 1,50 x 1,00 m
Praxis-Tipps für Funino-Training
- Vier Tore in einem Set kaufen. Du brauchst pro Feld vier identische Tore. Manche Händler bieten Funino-Sets im Bundle an — das ist günstiger als Einzelkauf.
- Transport mitdenken. Wenn mehrere Mannschaften denselben Platz nutzen, müssen die Tore oft umgesetzt werden. Modelle mit Tragegriffen sparen viel Zeit.
- Erdanker statt Gewichten. Auf Rasen sind Heringe die schnellste Sicherung. Gegengewichte sind sperriger und schwerer zu transportieren.
- Netze regelmäßig prüfen. Im Funino-Training werden die Netze stark beansprucht — Ersatznetze lohnen sich.
Fazit: Funino-Tore sind eine Investition in die Jugendarbeit
Wenn dein Verein die DFB-Jugendreform ernst nimmt, kommst du an Funino-Toren nicht vorbei. Vier Mini-Tore pro Feld bedeuten zwar eine größere Investition als ein klassisches Kleinfeld-Set — aber die Spieler profitieren spürbar von mehr Ballkontakten und besserem Spielverständnis.
Unser Tipp aus der Praxis: Setze auf vollverschweißte Alu-Minitore. Sie sind teurer in der Anschaffung, halten dafür aber spürbar länger. Für Schulen mit Spielbetrieb mehrmals pro Woche rechnet sich das schon nach kurzer Zeit.
Du suchst andere Tor-Typen? Schau dir unsere Ratgeber für Kindertore, Gartentore oder Vereinstore an.