Wer für eine Kommune Fußballtore beschafft, hat selten nur einen Platz im Blick: den Bolzplatz im Wohngebiet, den Sportplatz, auf dem der Verein trainiert, die Freizeitanlage am Park, dazu Schulhöfe und Spielplätze. Ein Tor für alles gibt es nicht. Hier steht, welche Torart auf welche kommunale Fläche passt, welche Norm jeweils gilt und worauf es beim Einbau ankommt.
Welche Fußballtore braucht eine Kommune?
Die wichtigste Frage ist: Steht jemand daneben, wenn gespielt wird? Auf dem Sportplatz trainiert ein Verein, Tore werden auf- und abgebaut und vom Trainer im Blick behalten. Ein öffentlicher Bolzplatz ist dagegen rund um die Uhr frei zugänglich und wird ohne Aufsicht bespielt, beklettert und manchmal auch beschädigt. Daraus ergeben sich unterschiedliche Torarten und unterschiedliche Normen. Kurz gesagt: Auf den öffentlichen Bolzplatz gehört ein Bolzplatztor, auf den kommunalen Sportplatz gehören Großfeld-, Jugend- und Kleinfeldtore, auf kleine Freizeitflächen robuste Alu-Minitore.
Welche Torarten passen hier?
Je nach Fläche und Nutzung kommen hier verschiedene Torarten in Frage. Die Zeichnung zeigt sie im gleichen Maßstab.
- Großfeldtor 7,32 × 2,44 m Kommunaler Sportplatz mit Vereinsbetrieb
- Jugendtor 5,00 × 2,00 m Kommunaler Sportplatz, E- und D-Jugend
- Kleinfeldtor 3,00 × 2,00 m Sportplatz, F-Jugend und Training
- Bolzplatztor 3,00 × 2,00 m Öffentlicher Bolzplatz ohne Aufsicht
- Minitor ab 1,20 × 0,80 m Freizeitanlage, Park: nur robuste Alu-Minitore, keine Pop-up- oder Klapptore
Pop-up-Tore und klappbare Minitore aus dem Garten- und Trainingsbereich sind für dauerhaft frei zugängliche Flächen nicht gemacht. Alle Tormaße mit den offiziellen Vorgaben findest du in der Größen-Übersicht.
Öffentlicher Bolzplatz: Tore für den Betrieb ohne Aufsicht
Für Ballspielgeräte, die frei zugänglich und ohne Aufsicht genutzt werden, gibt es eine eigene Norm: die DIN EN 15312 für frei zugängliche Multisportgeräte, seit Juni 2026 in neuer Ausgabe. Sie ist auf die feste Installation ausgelegt, und genau so wird ein Tor auf dem öffentlichen Bolzplatz auch eingebaut. Die passende Torart ist das Bolzplatztor.
Vollverschweißt und mit geschlossenem Hinterbau
Ein loses Netz hält auf einem öffentlichen Platz selten lange. Bei Toren mit geschlossenem Hinterbau bilden Metallstreben die Rückwand, Schraub- oder Steckverbindungen gibt es nicht. Beim Bolzplatztor UNKAPUTTBAR beschreibt anstoss24 die Konstruktion so: komplett aus Aluminium, in einem Stück verschweißt, Torrahmen aus Alu-Ovalprofil 120 × 100 mm, Rückwand aus ganz eingelassenen Rundrohren mit 30 mm Durchmesser. Der Strebenabstand beträgt laut Shop 86 mm und entspricht der DIN EN 15312, das Tor ist TÜV-geprüft.
Fest im Boden verankert
Ein Tor ohne Aufsicht wird beklettert, als Sitzplatz benutzt und angeschoben. Es muss deshalb fest stehen. Die Bolzplatztore UNKAPUTTBAR und SILENCE sind laut Produktbeschreibung für eine Fundamentverankerung an je vier Stellen mittels Erdankern vorgerichtet. Passende Erdanker zum Einbetonieren gibt es im Shop.
Bolzplatz in Wohnnähe: geräuschgedämpfte Tore
Liegt der Bolzplatz nah an Wohnhäusern, kommt zu den Stimmen der Spieler ein zweites Geräusch: das Scheppern, wenn der Ball auf den Metallrahmen trifft. Beim SILENCE Bolzplatztor ist die Alu-Konstruktion laut anstoss24 mit Sand gefüllt, das Aufprallgeräusch wird dadurch stark gedämpft. Mehr zu Lärm und Standortwahl steht im Ratgeber Fußballtor für den Spielplatz.
Kommunaler Sportplatz: Großfeld-, Jugend- und Kleinfeldtore
Viele Sportplätze gehören der Gemeinde und werden von Vereinen genutzt. Hier braucht es keine Bolzplatztore, sondern Spielfeldtore mit Netz in den Größen, die der Spielbetrieb vorgibt:
- Großfeldtor 7,32 × 2,44 m für Herren, Frauen und ab der C-Jugend
- Jugendtor 5,00 × 2,00 m für die E- und D-Jugend
- Kleinfeldtor 3,00 × 2,00 m für die F-Jugend und als Trainingstor
Für Großfeld- und Jugendtore gilt die DIN EN 748, für Kleinfeldtore die DIN EN 16579 (Übersicht in der Normen-Tabelle). Auf dem Sportplatz werden Tore oft verschoben und am Rand abgestellt. Mobile Tore müssen deshalb gegen Umkippen gesichert werden, etwa mit Bodenankern oder Zusatzgewichten. Wie das geht, steht in der Anleitung zur Kippsicherung.
Bauarten, Netz und Kippsicherung stehen auf den Seiten der drei Torarten, wie ein Verein seinen Platz ausstattet, im Ratgeber Fußballtore für Vereine. Steht der Platz öfter offen, ohne dass ein Verein trainiert, lohnt sich ein Blick auf robustere Tore: Das mobile Kleinfeldtor mit Herkulesnetz entspricht laut anstoss24 in Verbindung mit den passenden Sicherheits-Verankerungs-Systemen oder einem kompatiblen Zusatzgewicht der DIN EN 748 zur Kippsicherung und hat eine Netzaufhängung mit Stangensystem.
Unsere Empfehlungen für kommunale Flächen
Für den frei zugänglichen Bolzplatz empfehlen wir ein vollverschweißtes Bolzplatztor mit geschlossenem Hinterbau. Für den kommunalen Sportplatz passt ein transportables Jugendtor, das laut Shop der DIN EN 748 entspricht und mit Bodenverankerung geliefert wird:
Öffentlicher Bolzplatz
Bolzplatztor UNKAPUTTBAR 3 x 2 m
- Vollverschweißt
- Geschlossener Hinterbau
- TÜV-geprüft nach DIN EN 15312
- 5 Jahre Garantie
2.219,00 € 2.669,00 € -17%
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Jugendtor 5 x 2 m – vollverschweißt, Transportrollen, inkl. Netz
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- Transportrollen
- Inkl. Tornetz
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Preis jetzt prüfen →Freizeitanlage und kleine Ballspielflächen: Minitore
Nicht jede öffentliche Fläche hat Platz für ein Bolzplatzfeld. In Parks, an Freizeitanlagen oder auf kleinen Ballspielflächen für jüngere Kinder passen Minitore oft besser. Auch hier gilt: Was frei zugänglich steht, braucht eine robuste Bauart ohne loses Netz. Die DIN EN 16579 für Spielfeldtore über 10 kg nennt öffentliche Freizeitbereiche ausdrücklich.
Das Alu-Minitor mit geschlossenem Hinterbau ist laut anstoss24 vandalismussicher und „optimal für öffentliche Plätze geeignet“. Der Strebenabstand beträgt laut Shop 86 mm und entspricht der DIN EN 16579:2020-01, das Tor ist TÜV-geprüft. Es ist ab 1,20 × 0,80 m erhältlich. Einen Überblick über Größen und Bauarten gibt der Ratgeber Minitore.
Torberater
Das passende Tor für den öffentlichen Platz finden
Wenige Fragen – danach siehst du alle passenden Tore mit aktuellem Preis.
Frage 2
Welcher Hinterbau?
Was bedeutet das?
Frage 3
Mit Geräuschdämmung (Sandfüllung)?
Was bedeutet das?
2 passende Tore: Bolzplatztor, Alu-Rundrohr, Mit Geräuschdämmung
2 passende Tore: Bolzplatztor, Alu-Rundrohr, Ohne Geräuschdämmung
2 passende Tore: Bolzplatztor, Tornetz
Schulhof, Spielplatz oder Bolzplatztor: wohin weiter?
Kommunen sind oft auch Schulträger und Betreiber von Spielplätzen. Für diese Orte gibt es eigene Ratgeber, weil dort zusätzliche Regeln gelten:
- Schulhof, Schulsport, Kita: Anforderungen der gesetzlichen Unfallversicherung an Kippsicherung und Prüfung stehen im Ratgeber Fußballtor für die Schule.
- Öffentlicher Spielplatz: Abgrenzung zu den Spielplatzgeräte-Normen, Lärm und Torgrößen stehen im Ratgeber Fußballtor für den Spielplatz.
- Das Bolzplatztor als Produkt: Bauart, Material und Größen im Detail findest du im Ratgeber Bolzplatztor.
Welche Norm gilt für welches Tor auf kommunalen Flächen?
Für Fußballtore gibt es nicht die eine Norm. Welche gilt, hängt von Torgröße, Gewicht und davon ab, ob das Tor frei zugänglich ohne Aufsicht steht. Die Anwendungsbereiche laut DIN Media:
| Norm | Gilt für | Auf kommunalen Flächen typisch |
|---|---|---|
| DIN EN 15312 | Frei zugängliche Multisportgeräte ohne Aufsicht, für die feste Installation | Fest eingebaute Bolzplatztore und Ballspielanlagen |
| DIN EN 748 | Fußballtore 5,00 × 2,00 m und 7,32 × 2,44 m für Training und Wettkampf (Tore dieser Größen von 10 bis 42 kg ausgenommen) | Jugend- und Großfeldtore auf dem Sportplatz |
| DIN EN 16579 | Ortsveränderliche und standortgebundene Spielfeldtore über 10 kg, auch in öffentlichen Freizeitbereichen | Kleinfeld- und Minitore |
| DIN 18034-1 | Planung, Bau und Betrieb von Spielplätzen und Freiräumen zum Spielen, mit Flächen vorrangig für Ballspiele | Planung von Bolzplätzen und Ballspielflächen |
In ihrem Anwendungsbereich grenzt die DIN EN 15312 sich ausdrücklich von den Toren nach EN 748 und EN 16579 ab. Welche Norm ein bestimmtes Tor erfüllt, steht in der Produktbeschreibung. Achte beim Vergleich darauf, dass die Angabe zur Fläche passt: Ein Wettkampftor nach DIN EN 748 ist nicht automatisch für den unbeaufsichtigten Bolzplatz gemacht.
Bolzplatz ausstatten: Planung, Einbau und Betrieb
- Planung: Erst die Fläche, dann das Tor. Die DIN 18034-1 behandelt Planung, Bau und Betrieb von Spielflächen und kennt eigene Flächen vorrangig für Ballspiele. Tor so ausrichten, dass Schüsse nicht in Richtung Wohnhäuser, Wege oder Sitzbänke gehen.
- Auswahl: Torart nach Fläche wählen (siehe „Welche Torarten passen hier?“) und prüfen, ob die Norm in der Produktbeschreibung zum Einsatz passt.
- Lieferung und Einbau: Vollverschweißte Tore liefert anstoss24 laut Shop per Spedition, die sich 1–3 Tage vorher telefonisch meldet. Für die Fundamentverankerung den Einbau mit Bauhof oder Garten- und Landschaftsbauer einplanen.
- Betrieb: Wer die Fläche betreibt, trägt die Verkehrssicherungspflicht. Tore regelmäßig auf lose Teile, Risse und festen Stand kontrollieren und die Kontrollen schriftlich festhalten.
Wir sind keine Juristen. Wie oft und durch wen kontrolliert werden muss, klärst du im Zweifel mit einem Sachverständigen oder dem kommunalen Versicherer. Fragen zur Bestellung beantwortet anstoss24 direkt.
Fazit: Erst die Fläche, dann die Torart
Für den öffentlichen Bolzplatz brauchst du ein Tor, das ohne Aufsicht klarkommt: vollverschweißt, mit geschlossenem Hinterbau und fest verankert. Für den kommunalen Sportplatz brauchst du Spielfeldtore mit Netz in den Größen des Spielbetriebs und eine zuverlässige Kippsicherung. Für kleine Freizeitflächen reichen robuste Minitore. Und für Schulhof und Spielplatz lohnt der Blick in die eigenen Ratgeber, weil dort zusätzliche Regeln gelten.
Quellen
- DIN EN 15312:2026-06 – Frei zugängliche Multisportgeräte – Anforderungen einschließlich Sicherheit und Prüfverfahren
- EN 15312:2026 – Anwendungsbereich (englisch, Estonian Centre for Standardisation) – Frei zugänglich, ohne Aufsicht, fest installiert; Abgrenzung zu EN 1176, EN 748, EN 16579
- DIN EN 748:2018-04 – Spielfeldgeräte, Fußballtore – Funktionelle und sicherheitstechnische Anforderungen, Prüfverfahren
- DIN EN 16579:2020-01 – Spielfeldgeräte, ortsveränderliche und standortgebundene Tore – Anwendungsbereich: Tore über 10 kg, auch in Bildungseinrichtungen und öffentlichen Freizeitbereichen
- DIN 18034-1:2020-10 – Spielplätze und Freiräume zum Spielen – Anforderungen für Planung, Bau und Betrieb, inkl. Flächen vorrangig für Ballspiele