Ein Fußballtor für den Spielplatz steht dort, wo niemand aufpasst: Rund um die Uhr erreichbar, von Kleinkindern bis Jugendlichen genutzt und oft nur wenige Meter von Wohnhäusern entfernt. Daraus ergeben sich drei Fragen, die ein Gartentor oder ein Vereinstor nie beantworten muss: Hält es Klettern und Vandalismus aus? Welche Norm gilt für frei zugängliche Tore? Und wie laut ist es für die Nachbarn?
Welche Torarten passen hier?
Je nach Fläche und Nutzung kommen hier verschiedene Torarten in Frage. Die Zeichnung zeigt sie im gleichen Maßstab.
Welches Fußballtor gehört auf einen Spielplatz?
Auf einen öffentlichen Spielplatz oder den Spielplatz einer Wohnanlage gehört ein Tor, das ohne Aufsicht sicher bleibt. Das heißt in der Praxis: komplett aus Aluminium und vollverschweißt, ohne Schraub- oder Steckverbindungen, mit geschlossenem Hinterbau aus Metallstreben statt Netz und fest verankert. Pop-up-, Steck- und klappbare Tore aus dem Garten-Bereich sind dafür nicht gemacht.
Diese Anforderungen decken sich weitgehend mit denen an ein Bolzplatztor. Auf dem Spielplatz kommen zwei Punkte hinzu: Die Nutzer sind im Schnitt jünger, und die Wohnbebauung ist meist näher.
Spielplatzgerät oder Sportgerät? Welche Norm gilt
Viele denken beim Spielplatz zuerst an die DIN EN 1176, die Normenreihe für Spielplatzgeräte und Spielplatzböden. Für Ballspielgeräte, die frei zugänglich und ohne Aufsicht genutzt werden, gibt es aber eine eigene Norm: die DIN EN 15312 für frei zugängliche Multisportgeräte, seit Juni 2026 in neuer Ausgabe. Sie gilt für Geräte, die fest installiert und vor allem von Kindern und Jugendlichen genutzt werden, darunter auch solche für Fußball. Spielplatzgeräte nach EN 1176 sind in ihrem Anwendungsbereich ausdrücklich ausgenommen.
| Norm | Worum es geht |
|---|---|
| DIN EN 15312 | Frei zugängliche Multisportgeräte ohne Aufsicht, für die feste Installation |
| DIN EN 16579 | Ortsveränderliche und standortgebundene Spielfeldtore über 10 kg, auch in öffentlichen Freizeitbereichen |
| DIN EN 748 | Fußballtore 5,00 × 2,00 m und 7,32 × 2,44 m für Training und Wettkampf |
| DIN EN 1176 | Spielplatzgeräte und Spielplatzböden |
| DIN 18034-1 | Planung, Bau und Betrieb von Spielplätzen, mit eigenen Flächentypen vorrangig für Ballspiele, aber ohne Sicherheitsanforderungen an Geräte |
Für die Auswahl heißt das: Achte darauf, dass in der Produktbeschreibung eine Norm steht, die zum frei zugänglichen Einsatz passt. Die beiden Bolzplatztore UNKAPUTTBAR und SILENCE sind laut anstoss24 TÜV-geprüft nach DIN EN 15312. Für das Alu-Minitor mit geschlossenem Hinterbau nennt der Shop die DIN EN 16579:2020-01.
Lärm im Wohngebiet: das leise Bolzplatztor
Neben den Stimmen der Kinder ist auf einem Spielplatz mit Tor vor allem eines zu hören: das Scheppern, wenn der Ball auf den Metallrahmen trifft. Gerade in Wohnanlagen, in denen der Spielplatz im Innenhof liegt, kann das zum Dauerthema werden.
Eine Lösung ist ein Tor mit gefülltem Rahmen. Beim SILENCE Bolzplatztor ist die Alu-Konstruktion laut anstoss24 mit Sand gefüllt, „daher ist das Aufprallgeräusch von Schüssen oder anderen Einwirkungen extrem gedämpft“. Der Shop beschreibt es als zusätzlich extrem gut geeignet für öffentliche Sport- und Spielplätze. Ansonsten entspricht es dem Bolzplatztor UNKAPUTTBAR: 3,00 × 2,00 m, Torrahmen aus Alu-Ovalprofil 120 × 100 mm, Rückwand aus Rundrohren, Strebenabstand 86 mm.
Mindestens genauso wichtig ist der Standort. Die DGUV empfiehlt für die Außenspielflächen von Kitas und Schulen, Ballspielflächen räumlich oder baulich von ruhigen Bereichen wie Sandkästen abzutrennen. Für öffentliche Spielplätze ist das eine sinnvolle Faustregel: Tor so ausrichten, dass Schüsse nicht in Richtung Wohnhäuser, Sandkasten oder Sitzbänke gehen.
Unsere Empfehlungen für Spielplätze
Für die Ballspielfläche in Wohnnähe empfehlen wir das geräuschgedämpfte SILENCE Bolzplatztor. Für Spielbereiche jüngerer Kinder oder kleine Flächen passt das Alu-Minitor mit geschlossenem Hinterbau, das es laut Shop in drei Größen ab 1,20 × 0,80 m gibt:
Ballspielfläche in Wohnnähe
SILENCE Bolzplatztor 3 x 2 m – mit Sand gefüllt, geräuschgedämpft
- Mit Sand gefüllt, Aufprall gedämpft
- Vollverschweißt
- TÜV-geprüft nach DIN EN 15312
- 5 Jahre Garantie
2.559,00 € 3.079,00 € -17%
Preis jetzt prüfen →Kleine Flächen, jüngere Kinder
Alu Minitor 1,20 x 0,80 m – geschlossener Hinterbau, „unzerstörbar“
- Geschlossener Hinterbau
- Vandalismussicher
- DIN EN 16579
- TÜV-geprüft
639,00 € 769,00 € -17%
Preis jetzt prüfen →Soll auf einer kleinen Fläche mehr als Fußball möglich sein, gibt es das Bolzplatztor auch mit Basketballaufbau: laut Shop mit einem Zielbrett von 1,20 × 0,90 m, Korb und feuerverzinktem Kettennetz.
Welche Torgröße für welchen Spielplatz?
- Eigene Ballspielfläche: 3,00 × 2,00 m, das klassische Bolzplatzmaß. Hier spielen auch ältere Kinder und Jugendliche.
- Spielplatz für jüngere Kinder: Minitor 1,20 × 0,80 m, das gängigste Minitor-Maß.
- Mittlere Flächen in Wohnanlagen: Minitore 1,80 × 1,20 m oder größer, je nach Platz und Alter der Kinder.
Alle gängigen Tormaße findest du in der Größen-Übersicht. Mehr zu den kleinen Toren steht im Ratgeber Minitore.
Einbau: fest verankert statt nur hingestellt
Ein Tor auf dem Spielplatz wird beklettert, als Sitzplatz benutzt und mal kräftig angeschoben. Es muss deshalb so verankert sein, dass es auch dann nicht umstürzt. Die DGUV verlangt das für Außenspielflächen von Kitas, Horten und Schulen ausdrücklich, und die Norm für frei zugängliche Multisportgeräte ist auf feste Installation ausgelegt.
Die Bolzplatztore UNKAPUTTBAR und SILENCE sind laut Produktbeschreibung für eine Fundamentverankerung an je vier Stellen mittels Erdankern vorgerichtet. Passende Erdanker zum Einbetonieren gibt es im Shop. Die Anlieferung erfolgt per Spedition. Plane den Einbau also mit dem Bauhof oder dem Garten- und Landschaftsbauer ein. Grundlagen zum sicheren Aufstellen stehen in der Anleitung zur Kippsicherung.
Torberater
Das passende Tor für den Spielplatz finden
Wenige Fragen – danach siehst du alle passenden Tore mit aktuellem Preis.
Frage 2
Welcher Hinterbau?
Was bedeutet das?
Frage 3
Mit Geräuschdämmung (Sandfüllung)?
Was bedeutet das?
2 passende Tore: Bolzplatztor, Alu-Rundrohr, Mit Geräuschdämmung
2 passende Tore: Bolzplatztor, Alu-Rundrohr, Ohne Geräuschdämmung
2 passende Tore: Bolzplatztor, Tornetz
Spielplatz in der Wohnanlage: Wer ist verantwortlich?
Nicht nur Kommunen betreiben Spielplätze. Auch Wohnungsunternehmen, Vermieter und Eigentümergemeinschaften haben oft eine Spielfläche im Hof. Wer den Spielplatz betreibt, trägt die Verkehrssicherungspflicht: Das Tor muss sicher stehen, und Schäden müssen erkannt und behoben werden.
- Vor dem Kauf: Prüfe, welche Norm in der Produktbeschreibung steht und ob sie zum frei zugänglichen Einsatz passt.
- Beim Einbau: Verankerung nach Herstellerangabe, Tor nicht in Richtung Wohnhäuser oder Sandkasten ausrichten.
- Im Betrieb: Tor regelmäßig auf lose Teile, Risse und einen festen Stand kontrollieren und die Kontrollen schriftlich festhalten.
Wir sind keine Juristen. Wie oft und durch wen kontrolliert werden muss, klärst du im Zweifel mit einem Sachverständigen für Spielplatzsicherheit oder mit deiner Versicherung.
Spielplatz, Bolzplatz oder Schulhof?
Die Übergänge sind fließend. Geht es dir um das Tor als Produkt, also Bauart, Material und Größen von Bolzplatztoren für öffentliche Plätze, findest du mehr im Ratgeber Bolzplatztor. Steht das Tor auf einem Schulhof, im Schulsport oder in einer Kita, lies den Ratgeber Fußballtor für die Schule. Für Bolzplatz, Sportplatz und Freizeitanlage in kommunaler Hand gibt es den Ratgeber Fußballtore für Kommunen. Fragen zur Bestellung beantwortet anstoss24 direkt.
Fazit: Robust, verankert und möglichst leise
Ein gutes Spielplatztor fällt nicht auf: Es steht fest, übersteht Klettern und Vandalismus und stört die Nachbarn nicht. Achte auf eine vollverschweißte Alu-Konstruktion mit geschlossenem Hinterbau, eine Norm für den frei zugänglichen Einsatz und eine feste Verankerung. In Wohnnähe lohnt sich ein sandgefülltes, geräuschgedämpftes Tor.
Quellen
- DIN EN 15312:2026-06 – Frei zugängliche Multisportgeräte – Anforderungen einschließlich Sicherheit und Prüfverfahren
- EN 15312:2026 – Anwendungsbereich (englisch, Estonian Centre for Standardisation) – Frei zugänglich, ohne Aufsicht, fest installiert; Abgrenzung zu EN 1176, EN 748, EN 16579
- DIN EN 16579:2020-01 – Spielfeldgeräte, ortsveränderliche und standortgebundene Tore – Anwendungsbereich: Tore über 10 kg, auch in Bildungseinrichtungen und öffentlichen Freizeitbereichen
- DIN EN 748:2018-04 – Spielfeldgeräte, Fußballtore – Funktionelle und sicherheitstechnische Anforderungen, Prüfverfahren
- DIN 18034-1:2020-10 – Spielplätze und Freiräume zum Spielen – Anforderungen für Planung, Bau und Betrieb, inkl. Flächen vorrangig für Ballspiele
- DGUV Information 202-022 – Außenspielflächen und Spielplatzgeräte – Außenspielflächen von Kitas, Horten und Schulen, Abschnitt Ballspielanlagen